Hl. Gundula
Object numberEFPiB-1659
TitleHl. Gundula
DescriptionDas Bild nimmt Bezug auf die Legende vom „Kerzenwunder“ der hl. Gundula (auch Gudula genannt), eine der Nationalheiligen von Belgien und Patronin der Stadt Brüssel: auf ihrem nächtlichen Weg zur Kirche habe der Teufel die Laterne der Nonne ausgeblasen, die jedoch von einem Engel immer wieder angezündet worden sei. Im Branitzer Beispiel liest Gundula in einem Buch, während der kleine Teufel die Laterne, von der nur noch der Stab vorhanden ist, mit einem Blasebalg auspustet. Vom Engel ist bloß noch ein Arm rechts über dem Teufel erkennbar.
Gemeinsam mit dem hl. Damian und den beiden Glasgemälden mit Kreuzigungsgruppe und Pietà gehört die Scheibe zu einer Gruppe, die aus einer Hospitalkapelle stammen könnte. Der Stil der Malerei verweist auf eine Herkunft vom Mittelrhein. Für eine gemeinsame Provenienz spricht auch der Erhaltungszustand.
Die vier Glasgemälde zeigen jeweils ähnliche Korrosionsschäden auf den Innenseiten. Die Korrosionsprodukte markieren sich als dunkle, kleine, auf der Oberfläche eingeschlossene Punkte (im
Auflicht gelbe und weiße Flecken).
Die Fotoaufnahmen der Gundula-Scheibe von 1961 und 1967 zeigen eine kleine und eine große Fehlstelle. 1967 wurde ein Sprungblei zur Sicherung eingebaut.
Bei der Restaurierung 19682 wurden zwei mit Glasmalfarben bemalte Stücke eingeklebt und mit
einer Bleiplombe fixiert. Die Anschlüsse an die mittelalterlichen Gläser wurden stark retuschiert.
2024 wurden die beiden gelockerten Ergänzungsgläser belassen und mit dünnen Sprungbleien
und Einkittungen wieder integriert in den Originalbestand.
Die hellblaue Ergänzung oben rechts im Bild wurde schon vor 1851 eingefügt.
Gemeinsam mit dem hl. Damian und den beiden Glasgemälden mit Kreuzigungsgruppe und Pietà gehört die Scheibe zu einer Gruppe, die aus einer Hospitalkapelle stammen könnte. Der Stil der Malerei verweist auf eine Herkunft vom Mittelrhein. Für eine gemeinsame Provenienz spricht auch der Erhaltungszustand.
Die vier Glasgemälde zeigen jeweils ähnliche Korrosionsschäden auf den Innenseiten. Die Korrosionsprodukte markieren sich als dunkle, kleine, auf der Oberfläche eingeschlossene Punkte (im
Auflicht gelbe und weiße Flecken).
Die Fotoaufnahmen der Gundula-Scheibe von 1961 und 1967 zeigen eine kleine und eine große Fehlstelle. 1967 wurde ein Sprungblei zur Sicherung eingebaut.
Bei der Restaurierung 19682 wurden zwei mit Glasmalfarben bemalte Stücke eingeklebt und mit
einer Bleiplombe fixiert. Die Anschlüsse an die mittelalterlichen Gläser wurden stark retuschiert.
2024 wurden die beiden gelockerten Ergänzungsgläser belassen und mit dünnen Sprungbleien
und Einkittungen wieder integriert in den Originalbestand.
Die hellblaue Ergänzung oben rechts im Bild wurde schon vor 1851 eingefügt.
Production periodum 1500
Object nameGlasmalerei
MaterialGlas
Dimensions
Höhe: 43.5 cm
Breite: 26.7 cm
Breite: 26.7 cm
Documentation Collections of stained glass and their histories : transactions of the 25th International Colloquium of the Corpus Vitrearum in Saint Petersburg, The State Hermitage Museum, 2010 = Glasmalerei-Sammlungen und ihre Geschichte / Tim Ayers
Glasmalerei in Brandenburg: vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert: / Martina Flügge
Glasmalerei in Brandenburg: vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert: / Martina Flügge
