Hl. Augustinus
Object numberEFPiB-1663
TitleHl. Augustinus
CreatorHirschvogel-Werkstatt (Hersteller), Hans von Kulmbach (Zeichner)
DescriptionAugustinus von Hippo (354–430), ein aus dem Gebiet des heutigen Algerien stammender römischer
Bischof, war einer der einflussreichsten Theologen und Philosophen der christlichen Spätantike.
Die Rundscheibe zeigt den Heiligen in seiner Schreibstube, in ein Gespräch mit einem Adler vertieft. Der Adler gilt als Symbol des Evangelisten Johannes.
Auf dem Schriftband in seinem Schnabel steht „S·Iohannes+“.
Für das überwiegend in Grisaille ausgeführte Glasgemälde wurde eine Kombination aus Silbergelb- und Brauntönen gewählt, während für die Mauern im Hintergrund Eisenrot verwendet wurde.
Zusammen mit Hieronymus, Gregorius und Ambrosius gehörte Augustinus zu den vier großen lateinischen Kirchenvätern, denen hier jeweils ein Evangelistensymbol zugeordnet wurde. Diese vier sog. Kirchenväter-Scheiben entstanden nach Entwürfen des Dürer-Schülers Hans Süß von Kulmbach in der Werkstatt des Nürnberger Stadtglasers Hirsvogel.
Kulmbachs Entwurfszeichnungen sind im Kupferstichkabinett der Staatlichen Kunstsammlungen
Dresden erhalten. Die mit dem Zirkel geschlagenen Kreisbögen auf seiner Augustinus-Zeichnung
verraten, dass die Komposition auf ihre Verwendung für eine Vierpassscheibe geprüft wurde.
Während der Heilige auf der Branitzer Glasscheibe ein Buch in den Händen hält, ist er auf der Zeichnung beim Spitzen einer Feder zu sehen. Auch im Format unterscheiden sich Glasmalerei und Zeichnung voneinander.
Diese abweichenden Details sprechen dafür, dass Kulmbach mehrere Entwürfe für eine Serie von Kirchenvätern angefertigt hat.
Es gab auch mehrere Ausfertigungen der Scheiben.
Die Branitzer Kirchenväter waren bereits vor Juni 1820 im Besitz Pücklers. Er hatte sie dem
von Karl Friedrich Schinkel empfohlenen Berliner Glasermeister Joseph Bischoff zur „weiteren Verarbeitung“ geschickt. Bischoff verzeichnet sie unter Punkt 9 seiner Auflistung als „Vier Evangelisten a 10 ¾ Zoll im Durchmesser“.
Bischof, war einer der einflussreichsten Theologen und Philosophen der christlichen Spätantike.
Die Rundscheibe zeigt den Heiligen in seiner Schreibstube, in ein Gespräch mit einem Adler vertieft. Der Adler gilt als Symbol des Evangelisten Johannes.
Auf dem Schriftband in seinem Schnabel steht „S·Iohannes+“.
Für das überwiegend in Grisaille ausgeführte Glasgemälde wurde eine Kombination aus Silbergelb- und Brauntönen gewählt, während für die Mauern im Hintergrund Eisenrot verwendet wurde.
Zusammen mit Hieronymus, Gregorius und Ambrosius gehörte Augustinus zu den vier großen lateinischen Kirchenvätern, denen hier jeweils ein Evangelistensymbol zugeordnet wurde. Diese vier sog. Kirchenväter-Scheiben entstanden nach Entwürfen des Dürer-Schülers Hans Süß von Kulmbach in der Werkstatt des Nürnberger Stadtglasers Hirsvogel.
Kulmbachs Entwurfszeichnungen sind im Kupferstichkabinett der Staatlichen Kunstsammlungen
Dresden erhalten. Die mit dem Zirkel geschlagenen Kreisbögen auf seiner Augustinus-Zeichnung
verraten, dass die Komposition auf ihre Verwendung für eine Vierpassscheibe geprüft wurde.
Während der Heilige auf der Branitzer Glasscheibe ein Buch in den Händen hält, ist er auf der Zeichnung beim Spitzen einer Feder zu sehen. Auch im Format unterscheiden sich Glasmalerei und Zeichnung voneinander.
Diese abweichenden Details sprechen dafür, dass Kulmbach mehrere Entwürfe für eine Serie von Kirchenvätern angefertigt hat.
Es gab auch mehrere Ausfertigungen der Scheiben.
Die Branitzer Kirchenväter waren bereits vor Juni 1820 im Besitz Pücklers. Er hatte sie dem
von Karl Friedrich Schinkel empfohlenen Berliner Glasermeister Joseph Bischoff zur „weiteren Verarbeitung“ geschickt. Bischoff verzeichnet sie unter Punkt 9 seiner Auflistung als „Vier Evangelisten a 10 ¾ Zoll im Durchmesser“.
Production placeNürnberg, Nürnberg
Production periodum 1507
Object nameGlasmalerei
MaterialGlas
Dimensions
gesamt Durchmesser: 29.8 cm
Documentation Collections of stained glass and their histories : transactions of the 25th International Colloquium of the Corpus Vitrearum in Saint Petersburg, The State Hermitage Museum, 2010 = Glasmalerei-Sammlungen und ihre Geschichte / Tim Ayers
"... macht mir u. aller Welt außerordentliche Freude." : Die Glasmalereisammlung des Fürsten Hermann von Pückler-Muskau
"... macht mir u. aller Welt außerordentliche Freude." : Die Glasmalereisammlung des Fürsten Hermann von Pückler-Muskau
